Lets Go Places

LASSEN SIE SICH MIT ‚LET’S GO PLACES DAVOS‘ ZURÜCKVERSETZEN IN DAS DAVOS DER 60ER JAHRE. DER KURZE WERBEFILM GILT ALS JUWEL UND OB SIE’S FÜR MÖGLICH HALTEN ODER NICHT, DESSEN PRODUZENTIN & REGISSEURIN WAR AUCH DIE BAUHERRIN DES HAUS SAFARI ...

Let’s Go Places Davos ist ein typischer Werbefilm aus den 60er Jahren. Er zeigt Davos zu seiner Blütezeit als 100jähriger Kurort. Ebenso wird ein kurzer Rückblick auf die historische Entwicklung des Bündner Bergdorfes gewährt:

1865

Die Genesung eines der ersten tuberkulosekranken Kurgäste, Huger Richter, macht Davos als Luftkurort weltberühmt.

1874

Am 27. März erwirbt J.C. Coesters, ein Pariser Kaufmann, nach seiner Genesung ein Stück ‚Wiesenland von 820 Quadratklafter‘ (2630qm) zum Preis von CHF 8706.50 und legt am 1. Mai den Gundstein des Grandhotel Belvédère.

1890

Der Bau der Eisenbahnlinie Landquart-Davos beschleunigt die touristische Entwicklung des Kurortes.

1916

Während des ersten Weltkrieges werden in Davoser Kliniken 2500 deutsche Soldaten behandelt.

1917

Ernst Ludwig Kirchner verlässt Berlin und zieht nach Davos, wo er bis zu seinem Tode lebt.

1921

Dr. Paul Müller gündet den Hockey Club Davos, der heute mit 29 Meistertiteln Schweizer Rekordmeister ist.

1934

Am Bolgen wird der weltweit erste Bügelskilift mit einer Länge von 300 Metern in Betrieb gesetzt.

1936

Am 4. Februar erschiesst der Medizinstudent David Frankfurter den NSDAP-Landesgruppenleiter Hillhelm Gustloff mit vier Schüssen in dessen Wohnung in Davos.

1955

Davos eröffnet die Luftseilbahn Weissfluhjoch-Weissfluhgipfel und somit die Erschliessung des höchsten Punktes im Parsenngebiet.

1965

Helene Fischer produziert den Film ‚Let’s Go Places Davos‘.

Helene Fischer ist in Schaffhausen aufgewachsen und ihr Nachname Fischer geht auf die Georg-Fischer-Werke zurück. Demzufolge war sie aus sogenannt gutem Hause und sehr wohlhabend. Nach Davos kam sie ursprünglich, um Ski zu fahren. Doch nicht nur die Davoser Skipisten hatten es ihr damals angetan, sondern auch die gesunde Bergluft in Davos. So liess sie sich Anfang der 50er Jahre ein Haus im Kurort bauen, in dem sie immer wieder Ferien machte. Das ganze Jahre über reiste Helene Fischer viel und gern herum und diese Reisen führten sie auf alle Kontinente der Erde. So ging sie in Afrika und Alaska gerne auf Grosswildjagd, was für eine Dame zu jener Zeit doch sehr aussergewöhnlich war. Daher erstaunt es auch wenig, dass sie ihrem Haus in Davos den Namen Safari (!) gab.

Helene Fischer verkehrte auch in der Künstlerszene. Und sie verfügte über gute Beziehungen im Filmbusiness – weit über die Landesgrenzen hinaus – und drehte vor allem in den 50er Jahren anspruchsvolle Filme. So überrascht es nicht, dass im Abspann des Films Namen wie Gerald Mohr oder Thor Brooks auftauchen. Ersterer wirkte in 50 Radiosendungen, 73 Filmen und in über 100 Fernsehshows mit, vorwiegend in amerikanischen Produktionen. Dem Film ‚Let’s Go Places Davos‘ verlieh der New Yorker mit seiner Stimme den Pathos berühmter Dokumentarfillme aus Hollywood. Der zweite bekannte Name, Thor Brooks, war zu Lebzeiten ein berühmer Cutter. So arbeitete er in Hollywoodfilmen wie ‚Rebel Rousers‘ mit, in dem Jack Nicholson die Hauptrolle spielte. Ach ja – berühmt ist auch der Kameramann, der Deutsche Heinz Hölscher. Er drehte aufsehenerregende Filme wie ‚Josefine Mutzenbacher II – Meine 365 Liebhaber‘ und edle Streifen wie ‚Winnetou und das Halbblut Apanatschi‘.

Auszug aus dem Video Booklet (Herausgeber: Stiftung Forum Davos www.edition-zauberberg.ch)